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Roger Whittaker: Die letzten Jahrzehnte waren wunderbar

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Roger Whittaker: Die letzten Jahrzehnte waren wunderbar

Beitragvon Maik » Di 22. Mär 2016, 11:43

Roger Whittaker: Die letzten Jahrzehnte waren wunderbar

Vom Biochemiker zum Schlagerstar: Roger Whittaker schaffte in Deutschland den großen Durchbruch. Nun feiert er seinen 80. Geburtstag.

Paris. Diesmal gibt es weder eine Tournee noch ein Livekonzert. Denn Roger Whittaker hat sich vor fünf Jahren von der Bühne verabschiedet. Doch so ganz im Stillen will der Sänger, Liedermacher und Kunstpfeifer seinen 80. Geburtstag, den der Brite an diesem Dienstag begeht, auch nicht feiern.

Mit gleich mehreren "Best-Of" meldet sich der Schlagersänger aus Südfrankreich zurück, seiner neuen Heimat, wohin er sich mit seiner Frau Natalie und seiner Bulldogge Boris vor wenigen Jahren zurückgezogen hat.

Whittaker begann seine Karriere in Irland und England, unter anderem mit den Songs "Durham Town" und "Mexican Whistler", einer Melodie, bei der er nur pfiff. Sein dankbarstes Publikum aber fand er in Deutschland, das ihn 2006 mit einer Platin-Stimmgabel für sein Lebenswerk ehrte und 2011 mit der Krone der Volksmusik.

Im selben Jahr verabschiedete sich der Grandseigneur des deutschen Schlagers mit seiner Tournee namens "Danke für so viele Jahre mit Euch" von der Bühne. Ein Jahr zuvor brachte er das Album "So viele Jahre mit euch" heraus. Von den 14 Liedern sind zehn auf Deutsch.


Freundlich und skandalfrei – das Image des Roger Whittaker

In Deutschland ist der stets wohlwollend und freundlich drein blickende Sänger zunächst mit seinen englischen Liedern bekannt geworden, wie den Welthits "The Last Farewell" oder "Albany". Nachdem aber mehrere seiner Alben in die deutschen Charts gekommen waren, begann er Ende der 70er-Jahre Songs auf Deutsch aufzunehmen. Es mache viel Spaß, solange keiner von ihm erwarte, dass er es auch fließend spreche, erklärte er in Interviews.

Noch heute hat er in Deutschland seine treuesten Fans. Sie stellen seine alten Lieder in die sozialen Netzwerke oder tauschen Informationen über Artikel aus, die über ihn veröffentlicht wurden. Whittaker weiß das zu schätzen. "Die letzten Jahrzehnte sind wunderbar gewesen", teilte er mit. "Meine Beziehung zu den deutschen Fans ist großartig."

"Abschied ist ein scharfes Schwert", "Lass mich bei dir sein" oder "Leben mit dir": Whittaker singt mit seiner sanften Baritonstimme Lieder von Liebe, Abschied, Hoffnung und Verzweiflung.

Während die Kritiker die deutschen Songs schmähten und sie als belanglose Volksmusik bezeichneten, veröffentlichte die "Stimme des Herzens" in Deutschland mehr als 25 Alben und wurde in der ZDF-Hitparade zum Dauergast. Weltweit sind von Whittaker über 100 Alben erschienen, er verkaufte mehr als 55 Millionen Platten.

Wie im Bilderbuch verlief auch seine Ehe. Seit mehr als 50 Jahren ist er mit Natalie verheiratet, seiner ersten Frau. Er ist Vater von fünf Kindern und mittlerweile mehr als zehnfacher Großvater. "Kinder sind das Wichtigste in meinem Leben", sagt er.


Seine Eltern fielen einem Verbrechen zum Opfer

Vielleicht ist ihm Familie so wichtig, weil er selbst eine Tragödie erlebte. Seine Eltern wurden 1989 in Kenia Opfer eines brutalen Verbrechens. Vier Männer hatten seine Mutter stundenlang gequält und seinen Vater ermordet. Das habe ihn geprägt, sagt er. Doch man solle den Hass aus seinem Leben verbannen.

Whittaker ist als Sohn eines Auswandererehepaars in Nairobi geboren. Statt Sänger wäre er beinahe Wissenschaftler geworden. Denn nach seinem abgebrochenen Medizinstudium in Kapstadt in Südafrika schrieb er sich in Wales in Zoologie, Meeresbiologie und Biochemie ein.

Den Menschenfreund und Optimisten nimmt man ihm gerne ab. "Get a grip" (dt. reiß dich zusammen!), heißt sein Motto. "Sorgen soll man nicht zu sehr an sich heranlassen, sonst ruiniert man sein Leben", sagt er. Er übe sich in Disziplin. "Und ich lebe im Jetzt", sagt er.

Und das heißt derzeit Südfrankreich, wohin er 2012 mit seiner Frau gezogen ist. Auf einem aktuellen Bild strahlt er mit einem Glas Rotwein in der Hand. Bei Whittaker scheint wirklich "Alles Roger" zu sein.


Sabine Glaubitz
(Berliner Morgenpost, 22.03.16)
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