Natalies Neuigkeiten Oktober 2004
 
     
   
  Hallo all Ihr lieben Freunde!

Die letzten vier Monate waren voll ausgebucht und ich warne Euch, dies ist ein sehr langer Brief, aber bevor ich Euch von der Hochzeit in Dänemark und unserer Feier zum 40. Hochzeitstag berichte, gibt es einige wichtige Informationen von Roger`s Arbeiten, die ich Euch mitteilen muss.
Erstens – Ja – er ist im November wieder in Irland auf Tournee und eine Liste der Veranstaltungsorte findet Ihr unter „Konzert-Info“ auf dieser Seite. Diese Neuigkeiten sind speziell für einige Leute aus den USA, die für die Tournee ihren Irland-Urlaub planen. Ich habe auch die Telefon-Nr. der Konzertkassen mit hineingenommen, für all die jenigen, die von Auswärts kommen, so könnt Ihr gleich buchen und werdet nicht enttäuscht. Das Hotel in Athlon, welches Gastgeber der Konzerte ist, bietet Sonderangebote für Übernachtungen an.

Roger hat sein letztes Album „Mein schönster Traum“ fertig gestellt, es ist veröffentlicht und verkauft sich gut, war bereits in den ersten Wochen in der Album-Hitliste. Er gab so viele Interviews nach der TV-Show vor zwei Wochen, bei der wir einen kleinen Auftritt als Gäste hatten, anlässlich unseres 40. Hochzeitstages und er sang das Lied „One Another“ auf Deutsch „Miteinander“ speziell für mich. Es war wundervoll.

Das ganze Album besteht aus Songs mit einfühlsamen Texten und neuen Aufnahmen von Roger`s größten original englischen Hits und vielen komplett neuen Songs. Schaut bei „Amazon“ nach, weil es wirklich ein Sammlerstück ist – vor allem die deutsche Version von „Danny Boy“!!!! ist wirklich außergewöhnlich!

Er hat zwei oder drei Fernsehauftritte mehr in den nächsten zwei Monaten, speziell zu diesem Album, in der „Superhitparade“ Ende November. Ende März beginnt dann die große Tournee durch 28 Städte. Die Informationen darüber werden bereits beim Kartenvorverkauf bekannt gegeben.
Leider gibt es noch keine Neuigkeiten wann „Moments Of My Life“ veröffentlicht wird, weil für die England-Tournee 2005 noch nichts festgelegt ist. In Kanada ist es erhältlich, aber dies hilft den vielen erzürnten Fans nicht, welche Verbindung mit mir aufgenommen haben, um Auskunft über die Aufnahmen und Tournee zu erhalten. Es gibt eine vertragliche Ungereimtheit und ich hoffe ehrlich sehr, dass dies während den Wintermonaten geklärt wird und ich kann einigen europäischen Fans ihr Lächeln zurück bringen!

Roger wird vor der Tournee, Ende Oktober, in einem Fernsehspezial in Irland über das neue Zwei-Jahres-Projekt sprechen. Mit der richtigen Unterstützung hoffen wir, die Dreharbeiten im nächsten Sommer beginnen zu können und Roger wird die meiste Begleitmusik selbst schreiben……aber…..lasst Euch überraschen…..
Er hat die Idee der „Musikalischen Kenia Safari“ als Grundlage genommen, aber er bat die irische Öffentlichkeit, ihm irische Gedichte und Texte für seine Musik vorzuschlagen, uns von ihren Helden der irischen Geschichte zu erzählen, der heutigen Berühmtheiten, der örtlichen Geschichte und Mythos (Irland ist reich an Geschichten). Er ist so überwältigt von dem Reichtum der gesamten Geschichte von Irland, den Kulturen und Künsten, dass er es kaum erwarten kann, bis es losgeht!
Wie ich schon sagte, ist dies ein Langzeitprojekt und falls es hier gut angenommen wird, will er es in Skandinavien und Kanada versuchen…..Sie hoffen es!
Wie Ihr Euch vorstellen könnt, hat er mir die Hölle heiß gemacht, zur Bibliothek zu gehen, um Erkundigungen und Vorschläge zu sammeln, aber wir beide wissen, dass das Wesentliche des Projekts von Leuten wie Euch kommt, Euere Geschichten und Gedichte. Als wir dies das letzte Mal im Jahre 1976 machten, erhielten wir über eine Million Texte, wir werden also ganz schon beschäftigt sein, wenn wir auch nur 10% davon erhalten!

Bevor ich den „geschäftlichen“ Teil des Briefes beende, möchte ich Rory und Vicky McEvoy für die Beantwortung so vieler Euerer Fragen danken, da Roger und ich nicht so viele Stunden am Tag Zeit hatten, um zu antworten. Bedauerlicherweise sind viele Alben nach denen Ihr sucht nicht mehr erhältlich, aber gelegentlich könnt Ihr sie aus zweiter Hand im Internet finden.

Jetzt – DIE HOCHZEIT! War das eine Gaudi! Nach Wochen des Regens, zwei Tage bevor wir nach Dänemark fuhren, begann die Sonne zu scheinen bis zwei Tage nach den Feierlichkeiten. Ich habe Euch erzählt, dass Mette`s Eltern, Alice und Neils, alles bis in die kleinste Einzelheit organisiert hatten, so dass niemand übersehen wurde. Am Freitag z.B. versammelte Alice all unsere Gäste und Verwandte, besonders die, welche vorher noch nie in Dänemark waren, zu einer kleinen Kostprobe von dänischem Humor, Spaß und Spiel! Wir waren alle in einem wunderbaren alten Klosterviertel, eine Meile vom Meer entfernt. Im Hof versammelt, verkündete uns Alice, dass sie uns in zwei Mannschaften aufgeteilt hätte. Roger als Führer der einen und mich als Führer der anderen Mannschaft.
Dann wurden wir rund um die alten Mauern geführt und fanden einen riesigen Pferdewagen, 16 Sitzplätze, welche für „Alte“ wie uns und Müttern mit Babys im Arm waren! Dahinter war eine Bank mit Fahrrädern, welche für den Transport der Jungen bestimmt waren, so wurde uns erklärt!!!!! Ihr hättet ihre Gesichter sehen sollen – Übung!
Mit Hufgeklapper machten wir uns auf den Weg und wackelten über die ganze Straße zum ersten Treffpunkt, einem Spielfeld, wo Alice und Neils sich bemühten, zwei Fußballtore aufzustellen! Auweh – die Hälfte der Erwachsenen wurde bleich, als sie uns erklärten, dass wir fünf Tore schießen sollen – nicht nur das, sondern zusammengebunden mit einem Fahrradschlauch in Zweiergruppen!

Lacht nur! Wir konnten uns vor Lachen über unsere Ungeschicklichkeit kaum halten. Roger wurde selbstverständlich zum Schiedsrichter ernannt, da er gerade den Verband vom Fuß abbekommen hatte – und natürlich traf er die „Entscheidungen“ die ganze Zeit zu Gunsten seines Teams, zum Gebrüll der Zuschauer und Gegner!

Während wir uns selbst zu kompletten Idioten machten, deckten Alice, Neils und einige ihrer Freunde die Tische mit einem köstlichen Buffet aus geräuchertem Lachs, kaltem Braten, Käse aller Art und, um es ganz auf dänisch zu machen – Schnäpse und Biere.

Wir schwankten zurück in den Pferdewagen, die Jungen hinten im Sattel und auf ging`s, um die großartige Kirche anzusehen, die nächsten Tag Ort der Veranstaltung sein würde. Jeder, sogar einige von den Kindern staunten, nicht nur über die Kirche, vor allem aber über den unglaublichen Friedhof, wo jedes einzelne Familiegrab von einem ordentlich angelegten, vollkommenen Minigarten begrenzt wird, eingezäunt von winzigen Buchsbaumhecken. Es war genial und uns wurde warm ums Herz, als wir sahen, mit welcher Hingabe dies gemacht wurde.

Ausgeruht von unserem Mittagessen, stiegen wir wieder ein, um einige Meilen durch die herrliche Landschaft zu einem malerischen Feldherrenhügel zu gelangen (keine Ahnung wie der wirkliche Name ist).

Wieder hier, machten einige lange Gesichter, aber Alice, erklärte freundlich, dies sei nicht alles was wir machen würden! Krass! Wir mussten „Sackhüpfen“! Es gab keine Entschuldigungen (außer für Roger natürlich, aber dieses Mal war einer von Alice`s Verwandten der Schiedsrichter!) Es gab Gelächter von allen Seiten und übermütiges Benehmen bei den meisten sportlichen Jugendlichen, während wir „Alten“ zur wachsenden Freude der Mitglieder unserer kleinen Mannschaft herum torkelten.

Als wir uns davon erholt hatten, gingen wir zurück an Bord zu einer ziemlich holprigen Fahrt ans Meer. Es war brennend heiß und die Kinder schlüpften in ihre Badesachen und sprangen hinein, während die ältere Generation eine Verschnaufpause und eine Menge Fotos machte! Bis die unerschrockenen Schwimmer wieder trocken waren, wurde es spät und wir fuhren die Küste entlang zu einem einsamen Strand, wo Alice, Niels und die Freunde vorausgefahren waren und einen Strandgrill aufgestellt hatten. Bei den Kindern war „der Dampf raus“ und alle waren hungrig und durstig, freuten sich auf eine schöne Mahlzeit am knisternden Lagerfeuer und wir genossen den Sonnenuntergang über der Insel. Zauberhaft!
Unnötig zu sagen, dass die vorhochzeitliche Nervosität durch die Müdigkeit verdrängt wurde und alle Kinder und Eltern schliefen um 22.30 Uhr.

Bei Tagesanbruch des großen Tages, sahen Guy und ich uns vor dem Frühstück im Hof um. „Ich weiß, sie wird kommen“ versuchte ich ihm leise zu versichern und helfe ihm seine Rede zu proben. Nach dem Frühstück gab es wie üblich Stress mit den Friseuren, Bügelbrettern, letzten Anweisungen und Blumenverteilungen, der Aufstellung der Brautjungfern vor der Kirche (Rebecca und Imogen sahen hinreißend aber nervös aus) und dem aufgeregten Bräutigam und wichtigsten Mann (Alexander).

Es ist traditionell, dass nach der Zeremonie Tränen fließen, aber ich musste schon stark schlucken, bevor die Braut erschien, zu sehen wie unser ältester Sohn und sein Bruder kerzengerade vor dem Altar saßen, einfach „großartig“ aussahen, wie wir in Irland sagen. Dann erklang die Orgel und Mette und Niels kamen zu uns vor. Sie sah aus wie ein Engel und er war so stolz.
Es war ein bewegender Augenblick, halb auf Dänisch und halb in Englisch und zum Schluss verlief meine Wimperntusche und meine Nase war rot! Uns fiel ein Stein vom Herzen, als das glückliche Paar in einer Hochzeitskutsche davon fuhr, dann bewegten sich die Beteiligten langsam zurück zum Kloster und ich konnte die Spuren meines mütterlichen Gefühlsausbruches ausbessern!

Ich habe Euch gewarnt, dass dies ein langer Brief sein würde und es noch zwei weitere Seiten zu lesen sind!.....zurück zur Geschichte!

Eine Jazz-Band spielte auf dem Rasen, als die Braut und der Bräutigam all ihre Gäste begrüßten, die Kinder waren ausgelassen, nachdem sie so lange still sitzen mussten und die Brauteltern konnten sich nach all den Monaten der Vorbereitung entspannt amüsieren, aber ihre Aufmerksamkeit hatte noch nicht völlig nachgelassen. Nach dem Sektempfang, gingen wir alle hinein zum Hochzeitsmahl, in die Hauptspeisehalle der Mönche, die mit Blumen geschmückt war, Musik spielte und jeder Tisch hatte eine handgemalte Speisekarte (von einem von Jessica`s Freunden, genannt Shura) und zwei Pergamentrollen neben jedem Sitzplatz.

Vor dem Essen stand ein Mitglied von jeder Familie auf und erklärte den übrigen Gästen, wer sie waren, woher sie die Braut und den Bräutigam kannten oder ihr Verwandtschaftsverhältnis – dies war eine Angelegenheit von 10 Minuten, in denen wir alle, Dänen, Briten, Iren, Schotten und viele andere Nationalitäten unserer Nachbarn kennen lernten. Einige dieser Informationen waren sehr lustig, solche wie Guy`s Schulfreunde, die sagten, dass sie ihn bereits kannten, bevor er sein Haar verlor, gefolgt von Roger, der sagte, er kannte ihn schon B E V O R er überhaupt Haare hatte.

Dann begann das großartige Mahl, mit halbstündigen Unterbrechungen für Reden und einigen sehr lustigen dänischen Bräuchen, wie: immer wenn der Bräutigam die Halle verließ, mussten alle Männer aufstehen, sich in einer Schlange anstellen, um die Braut zu küssen und umgekehrt, wenn Mette raus ging. Unterstrichen wurden die Reden mit Getrommel auf die Tische für das Küssen von Braut und Bräutigam, oder Gedichten lesen und ein Verwandter Mette`s hatte an einem Punkt seine eigene Version von „Die Prinzessin auf der Erbse“ geplant, zu stürmischen Gelächter.

Während all diesem, verstanden wir die Menge der komplizierten Einzelheiten, die in die Planung gesteckt wurden. Da fast keiner unserer Gruppe Dänisch spricht und viele von Mette`s Freunden und Familie kein Englisch sprechen, wurde jede Rede übersetzt und auf die Schriftrollen neben unserem Teller geschrieben, Alex`s Rede endete mit einem wunderbaren Kompliment an Mette`s Eltern und uns, in Dänisch und schließlich sangen wir alle zusammen „Es ist ein langer Weg nach Tipperary“ in Englisch und Dänisch. Das Essen war ausgezeichnet und die Musikuntermalung der Band störte nie.

Wir waren uns alle einig, dass wir nie so viel gelacht haben wie in diesen zwei Tagen. Uns tat der Bauch weh vom Lachen .und wir gewannen viele neue Freunde. Schließlich, wurde um Mitternacht der Hochzeitswalzer angekündigt. Guy hatte uns davor gewarnt – er ist kein Tänzer – aber uns war nicht bekannt, dass er einen Kurs gemacht hatte, so war es elegant und romantisch, bis….wir alle und andere dänische Traditionen um ihn herum Platz nahmen und …..alle Trauzeugen rissen Guy von seinen Füßen, zogen ihm die Schuhe aus und schnitten die Spitzen seiner Socken ab!
Unerklärlich aber anscheinend ist dies üblich!

Dann begann die Disco und mit dem 6.00 Uhr Flug am nächsten Morgen, verabschiedeten Roger und ich uns, während die Jungen bis zur Morgendämmerung weiter tanzten.

Alice und Niels perfekte Planung endete auch nicht, als dort im Kloster keine Hochzeits-Suite mehr frei war. Sie hatten ein echtes Indianerzelt organisiert, welches im Garten hinter dem Hauptgebäude aufgestellt wurde, mit einem knisternden Kohlenfeuer, Kerzen und Sekt und unsere Kinder erzählten uns später, dass die Braut und der Bräutigam von ihren Freunden, die mit Fackeln Spalier standen, zur Hochzeits-Suite begleitet wurden und Familien-Gesang wurde auf dem ganzen Weg angestimmt.
Alles in allem war es die unvergesslichste Hochzeit, auf der wir je gewesen sind und alle Freunde von Guy und Alex, die 2005 heiraten , haben entschieden, dass die dänische Hochzeitstradition die alte britische Tradition übertrifft. und sie wollen den Spaß und das Gelächter welches wie wir alle kennen gelernt hatten.
Noch einmal, Glückwünsche an Alice und Niels und vielen Dank, dass Ihr uns so eine wundervolle neue Tochter gegeben habt, die wir mit offenen Armen aufnehmen und von allen Whittaker`s und O`Brien`s geliebt wird. Guy ist ein Glückspilz!


© copyright 2004, Tembo Productions North America, Inc. All rights reserved

Übersetzung durch Silvia Reisinger

 
     
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