Natalies Newsletter Oktober 2002
 
     
   
  Liebe Freunde!

Ich weiß, ich weiß - ich bin wieder mal spät dran, um Euch alle Neuigkeiten mitzuteilen. Aber Diesmal habe ich eine richtig gute Entschuldigung - Der Umzug ins neue "alte" Haus, wo es immer noch von Handwerkern nur so wimmelt, sowie der Juli-Monsunregen, der uns überall sehr viel Wasser und Schlamm bescherte. Jedoch hat die Freude auf das neue herrliche Zuhause all dies wieder wettgemacht. Mehr davon später.

Die besten Neuigkeiten für Euch alle da draußen sind, daß Roger, ausgeruht und rastlos wie eh und je, inzwischen wieder angefangen hat zu schreiben. Nach einem Gespräch mit Verantwortlichen von BMG wurde die Entscheidung gefällt, ein neues deutschsprachiges Album aufzunehmen, gefolgt von einer kurzen Deutschland-Tournee im Jahr 2003, sowie einigen Konzerten in Österreich. Es gab so zahlreiche Anfragen und Bitten, denen er sich einfach nicht mehr wieder verschließen konnte. Er hatte ja versprochen, das Wort "Ruhestand" oder "Rente" nicht mehr in den Mund zu nehmen - sagen wir lieber "er wollte etwas kürzertreten". Nach dem Ende seiner letzten Tournee war er total erschöpft, da er die Grippe, die er sich im Januar eingefangen hatte, fast zehn Wochen lang mit sich herumschleppte und einfach nicht los wurde. Aber nachdem er wieder auf dem Weg der Besserung war, fing er wie eigentlich alle kreativen Köpfe gleich wieder an, herumzuwirbeln. Nein, nein nicht auf der Bühne, sondern im neuen Haus. Nun möchte er Euch alle wiedersehen, nach der, wie er sagt, ersten richtigen Pause seit 40 Jahren.

40 Jahre! Im Juli diesen Jahres wurde ihm bewußt, daß es im Jahre 1962 war, als er nach Beendigung seines Studiums an der Universität von Bangor seinen Sommer in Portrush, Nordirland, verbrachte. Die Vielzahl von Erinnerungen geben mir daher den Anlaß darüber nachzudenken, eine Fortsetzung von Roger's Biographie "So Far -So Good" (Ein Glück, daß es Dich gibt) zu schreiben, um all das Geschehene seit 1982 festzuhalten.

Diese Jahr hielt sehr viel persönliche Freude für uns bereit - Emily und Stweart sind am 4. Juli, ein datum, daß wir bestimmt nicht vergessen werden, stolze Eltern eines Jungen geworden. Sie gaben ihm den Namen Miles Henry, aber eigentlich nennen ihn alle MILO. Sein Bruder Jamie ist völlig aus dem Häuschen. Wir waren ein wenig in Sorge, ob er denn nach sieben Jahren, als Einzelkind nicht ein bißchen eifersüchtig wäre. Aber keine Angst, er ist es nicht im geringsten.

Somit stieg die Zahl der Enkelkinder auf insgesamt 5 - da hätten wir einmal Rebecca, 12 Jahre alt, Jamie ist 7, Imogene, 3, Alistair ist 10 Monate alt und natürliche der kleine drei Monate alte Milo.

Hinzu kommt noch, daß Guy und Mette nun offiziell verlobt sind. Die Hochzeit wird wohl im Sommer 2004 auf Jütland stattfinden, wenn Mette ihr Studium in forenischer Psychologie abgeschlossen hat. Ein ähnliches großes Fest wird es hier in Irland anläßlich unseres 40igsten Hochzeitstags geben, aus diesem Grund glauben wir, daß es wohl besser wäre, 2003 ein wenig ruhiger angehen zu lassen, um alle Kraftreserven für die bevorstehenden Ereignisse aufzubewahren.

Guy Und Mettes Verlobung verlief wirklich sehr romantisch. Zusammen mit Lauren, Doc, und den Kindern verbrachten sie bei uns im Sommerurlaub und feierten mit uns das Brian Boru Millenium Fest. Er war illustre Vorfahre der O'Brians, der vor tausend Jahren König von ganz Irland wurde. Ein guter Grund also, dies zu feiern. Der gesamte Clan versammelte sich rund um Limerick und anderen Stätten in Claire, wo all die Heldentaten stattgefunden haben, sein Geburtstag, usw.

Für Guy und Mette haben wir eine Nacht im Dromoland Castle gebucht, welches in meiner Jugend das Familienhaus meines Cousins war, jetzt aber zu einem wundervollen Hotel umgebaut wurde. Es war ein verspätetes Geburtstagsgeschenk und eine Belohnung für Mettes gute Studienergebnisse. Guy, ein äußerst konservativer und traditionsbewusster Mensch in Sachen Liebe, hat bei ihrem Vater um ihre Hand angehalten, sank auf die Knie und zauberte einen Ring hervor - sie konnten es einfach nicht glauben. Obwohl bei vielen jungen Menschen freies Denken und Handeln Grundlage von allem ist, glauben sie und Guy wirklich an die tiefe Bedeutung der Ehe. Meine Güte klingt das altmodisch - weist eben auf mein Alter hin. Wir sind jedenfalls sehr glücklich darüber. Mette und die anderen Familienmitglieder verstehen sich übrigens prächtig.

Vor all diesen hochsommerlichen Feierlichkeiten gab es jedoch ein weiteres Fest in Savannah, Georgia USA. Mitte Mai rief uns Alex an, wir waren gerade in unseren Reisevorbereitungen, um am Abschluß seines Kunststudiums teilzunehmen, und teilte uns mit, daß er in jedem Fach von Kunstgeschichte und Mathematik mit glatte Einsen bestanden hat und insbesondere für sein neues Bild ausgezeichnet wurde. Er erhielt zudem ein Stipendium für seinen Magister. Wir waren total perplex - wir wußten ja, daß er wirklich hart gearbeitet hat und daß seine Noten gut waren, aber im Gegensatz zu normalen Schulen, erhalten hier die Eltern keine Semesterzeugnisse. Daher war es eine wirklich große Überraschung. Eigentlich traue ich mich gar nicht, Euch mitzuteilen, wieviel elterlichen Stolz wir aufbringen.

SCAD (Savannah College of Art and Design) ist ein wunderbares College in einer wundervollen Stadt. Bevor Alex sich dort einschrieb, hat er alles auf Herz und Nieren geprüft. Dies war, wie er sagt, die beste Entscheidung seines Lebens. Das große Bild, welches er für die Ausstellung anfertigte, wurde später in der Londoner Art Gallery gezeigt. Eine zusätzliche Würdigung seiner Leistung. Heute hat es einen Ehrenplatz in Guys kleinem Haus (wenn ich Euch sage, Daß das Bild so etwa 2,15m x 1,50m mißt, erdet Ihr wohl verstehen, daß es fast eine ganze Wand in Anspruch nimmt).

Die Abschlussfeierlichkeiten begannen mit einem "Caberet Dinner". Der Gastgeber war der College Präsident Wallace, die treibende Kraft hinter all den tollen und zukünftigen Entwicklungen des Colleges. Die Theaterstudenten unterhielten uns mit einer wunderbaren und perfekten Aufführung des Musical "Cabaret". Am nächsten Tag fand dann die offizielle Auszeichnung der besten Studenten statt. Natürlich musste jeder eine Rede halten. Alex stand deswegen ein wenig neben sich und hatte massig Bammel vor der Rede - Im Gegensatz zu Roger und Jessica kommt er ganz nach mir, denn er hasst es genauso sehr wie ich im Rampenlicht zu stehen. Aber ich kann Euch sagen, daß wir vor Stolz den Tränen nahe waren - er war so redegewandt und charmant zugleich. Ich weiß, wir sind ein wenig voreingenommen. Am Tag darauf fand nun das große Abschlussfest satt. Roger und ich waren noch nie zu vor bei einer amerikanischen Abschlussfeier zu Gast. Daher war es umso mehr eine große Überraschung, wie reibungslos alles seinen Weg ging. - eine unglaubliche Planung, Koordination und Choreographie - einfach toll. Eine wohlverdiente Feier für alle Studenten, die so hart an ihren Leistungen gearbeitet haben. Und natürlich für alle Lehrer und Mitarbeiter, die mit Herz und Seele den jungen Menschen geholfen haben, ihre Ziele und Träume zu verwirklichen. Roger und ich richteten unseren Dank und unsere Glückwünsche an all diejenigen am SCAD, die unseren Sohn unterstützt haben, seinen Ehrgeiz zu wecken und ihm halfen, seinen künstlerischen Weg zu finden.

Am gleichen Abend aßen wir gemeinsam mit Jens Eltern, Großeltern und Ihren Brüdern. Er war übrigens der 50igste Hochzeitstag ihrer Großeltern, also noch ein richtig guter Grund zu feiern. Und diesen Herbst gibt es noch mal was zu feiern, denn Jen schließt ihr Studium der Künste ab. Unglücklicherweise findet sie keine Magisterkurse in Savannah, daher wird sie wohl ihr Studium in Gainsville, Florida fortsetzen müssen. Sie sind die einzigen Familienmitglieder, die das neue Haus noch nicht zu Gesicht bekommen haben, aber in ein paar Wochen werden sie dann zu uns kommen und es begutachten können.

Dieses Jahr zu Weihnachten werden wir wohl 17 um den Tisch im neuen Haus sein. Ich bin sicher, Ihr stimmt mir zu, daß dies der größte Seegen ist, den man sich nur wünschen kann. Hoffentlich sind bis dahin alle "kinderkrankheiten" beseitigt, damit das Haus dann vollständig bewohnbar wird. Zur Zeit stapeln sich immer noch Kisten, und die Möbel werden von Zimmer zu Zimmer geschoben, da die Malerarbeiten nun endlich erledigt oder nach gebessert wurden. Sie haben doch tatsächlich noch gemerkt, daß sie die Steckdosen über tapeziert haben usw. Wir mußten ein paar mal Schlucken, aber als uns bewußt wurde, wieviel wir in den Wiederaufbau gesteckt haben, ist es durchaus erstaunlich, wie "fertig" es schon ausschaut. Lasst uns hoffen, daß ich dies auch noch nach den Weihnachtsfeiertagen sagen kann, wenn die ganze Familie hier zu Gast ist.

Zum Glück hatten wir hier sechs Wochen trockenes Wetter, so Daß das Schlammloch, welches das Haus wie einen antiken Burggraben umgab, nun ausgetrocknet ist und Samen ausgesät werden konnte. Zudem markieren nun Pflastersteine die Grenzen eines geplanten Gartens. Sogar mein altes viktorianisches Gewächshaus wird zur Zeit wieder hergestellt. Wir mussten aber ein paar moderne Finessen einbauen in Form von Tageslichtlampen, die es ermöglichen, das daß ganze Jahr über Saat und Kräuter anzubauen. Das kommende Jahr werde ich definitiv auf Händen und Knien verbringen, da ich den Garten umgraben und hunderte Knollen und Zwiebeln sowie junge Bäume einpflanzen werde. Das erste, was wir in unserem alten Obstgarten fertiggestellt haben, war ein großes Baumhaus für die Kleinen, welches uns während unsere Besuche im August einen enormen Arbeitsaufwand abverlangte. "ich werde es wahrscheinlich für den Weihnachtsbesuch beheizen müssen."

Nun, genug von den Neuigkeiten über die Familie und das neue Haus - abgesehen von der Tatsachen, daß Jessica jetzt Radio- und TV-Show's moderiert und wie wir hoffen, hart an Ihrem Buch arbeitet. Sie kommt zusammen mit Emily, Stewart und den kleinen Rackern Ende Oktober zu Besuch, nachdem auch Roger aus Deutschland zurückkehrt, wo er einige Auftritte im TV-Show's für unsere deutsch sprechende Freunde wahrnimmt, damit sie das neue deutsche Album mit dem Titel "Mehr denn je" hören können., welches ab dem 21. Oktober erhältlich ist.

Die TV-Sendungen, in denen er auftreten wird und die bereits fest geplant sind heißen "Herbstfest der Volksmusik" am 19. Oktober, "Musik zum Glück"am 11. November sowie "Melodien für Millionen" am 24. November. Zudem wird es noch massenweise Promotion im Radio und in den Zeitungen geben. Die Tournee ist für den Zeitraum von April bis Mai 2003 vorgesehen. Alle Informationen werden ab dem 20. Oktober 2002 auf der Webseite zu finden sein.

Unglücklicher gibt es was die englischprachigen Alben anbetrifft keine konkreten Pläne für ein neues Album in naher Zukunft, Ich weiß jedoch, daß "TIME LIFE" eine Wiederveröffentlichung von Liedern auf einer Doppel-CD plant, die bestimmt zahlreiche Titel enthält, die Euch fehlen oder nicht mehr abspielbar sind. Wenn ich Informationen über die Erscheinung des Albums habe, werde ich es Euch auch auf der Webseite mitteilen.

Unglücklicher gibt es was die englischprachigen Alben anbetrifft keine konkreten Pläne für ein neues Album in naher Zukunft, Ich weiß jedoch, daß "TIME LIFE" eine Wiederveröffentlichung von Liedern auf einer Doppel-CD plant, die bestimmt zahlreiche Titel enthält, die Euch fehlen oder nicht mehr abspielbar sind. Wenn ich Informationen über die Erscheinung des Albums habe, werde ich es Euch auch auf der Webseite mitteilen.

In der Zwischenzeit schreibt Roger wieder mehr Lieder, und wir hoffen, daß wir es schaffen werden, in nicht allzuferner Zukunft ein neues Album herauszubringen. Die Arbeiter machen viel Lärm und Krach und verursachen noch mehr Dreck dort, wo eigentlich Rogers Studio sein soll. Wenn er aus Deutschland zurückkommt, werden wir jedoch mit ein wenig Glück, sein "Reich" warm und willkommen gestaltet haben, was ihn hoffentlich, zu neuen und noch besseren Songs inspirieren wird.

Unsere Liebe an Euch alle, und vielen Dank für Eure wunderbare Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen Natalie und Roger

(Übersetzung durch Thorsten Sikura - Vielen Dank)

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