Natalies Weihnachtsbrief 2006
 
     
   
 

Weihnachtsbrief 2006

Liebe Freunde

Hier bin ich wieder, aber nur deshalb nachdem ich gerade versucht habe, dem Whittaker Gegenwert von „National Satire“ trifft „Fawity Towers“ zu entkommen oder falls Ihr in dem Alter seid, dass Ihr „The Plank“ gesehen habt – dann habe ich Euch etwas nachzuerzählen, was vielen von Euch vertraut ist!. Aber warum dies mit uns geschah, kann sich niemand erklären….so, es geht los!

Nach Roger`s Geburtstags-Fernseh-Spezial und unserer eigenen Überraschungsparty für ihn in London – London deshalb, weil die Kinder wegen Arbeit und Kinder nicht nach Irland kommen konnten. Wir haben ein kleines spezielles griechisches Restaurant in London, wo wir traditionell feiern und nur Platz für 28 Leute hat und wir schon seit 41 Jahren dorthin gehen. Es war ein riesiger Erfolg mit Roger`s Schwester Betty und ihrem Mann, einer meiner Brüder und seiner Frau und vieler ganz besonderer Leute, die Roger seit ein paar Jahren nicht gesehen hat.

Eine noch größere Überraschung wartete gleich darauf auf ihn, als wir nach Deutschland zum „Frühlingsfest der Volksmusik“ mit unserem Freund Florian als Gastgeber flogen. Roger wusste, dass sie einiges planten, hatte aber keine Ahnung, dass es ein Clip „Das ist Dein Leben“ mit allen Kindern war und sogar unser Pflegesohn Brett und sein kleiner Junge Dorian flogen von Kanada herüber. Wegen der Zeitverschiebung wurde den Enkelkindern nicht erlaubt dabei zu sein, aber das Film-Team hatte den Morgen mit ihnen damit verbracht, sie zu überzeugen, dass es „Schlafenszeit“ sei und Opa zu sagen, dass sie ihn liebten etc. Die älteren verstanden dies, aber Milo war total verwirrt, wieder in seinen Schlafanzug schlüpfen und gute Nacht sagen zu müssen, während draußen schon Tageslicht war!!! Emily brauchte sehr viel Überzeugungskraft, um ihn dazu zu bringen, diese Rolle zu spielen.

Sie gaben nach der Show eine riesige Party, aber so müde unsere Kinder auch waren, sie redeten mit Brett bis 3.00, den sie seit zwei Jahren nicht mehr gesehen haben. Am nächsten Tag fuhren wir alle nach Dresden, um unseren Sprösslingen unsere beliebtesten Sehens- würdigkeiten und Alex, dem Künstler, die wunderbaren Kunstgalerien in den wieder-aufgebauten Palästen zu zeigen. Alles in allem waren es die besten 5 Tage, die die Familie verbrachte.

Wir hatten ein paar friedliche Monate, zeigten das Haus usw. und dann tauchten wir für eine Woche in Frankreich auf, für noch mehr Familienfeiern (zum 60. meiner Schwägerin), in der Provence und um dann sehr liebe Freunde zu besuchen, die 6 Monate zuvor in den Norden von Toulouse zogen.

Sie leben in einer winzigen Hügel-Stadt inmitten einem Obstanbaugebiet…..und wir verliebten uns darin! Und ratet mal? …..drei Tage befanden wir uns auf Haussuche! Und ratet noch mal? ….fanden ein entzückendes, aber sehr verkommenes Haus genau in der Mitte der Stadt, zu einem günstigen Preis (nun entfernten wir die Gipskartonplatten – Ihr wisst nun, warum dies erhebliche Arbeit braucht!) Rückblickend wunderten wir uns schließlich, wie völlig verrückt wir waren! Ja und Nein! Seitdem bin ich zweimal zwischen unseren „Fawity-Towers“ – Erfahrungen drüben gewesen, um zu sehen, was von Grund auf gemacht werden muss und grub mein sehr verstaubtes Französisch in meinem Gehirn aus, um technisches Bauzeug zu besprechen!
Anfang August hatten wir entschieden, dass wir wahrscheinlich keinen ernsthaften Käufer für unser „Schloss“ in Irland bekommen und baten alle Kinder wie Emily, ihre Familie und Guy und Mette zu Weihnachten zu uns, da sie seit 3 Jahren nicht mehr hier waren. Kaum hatte ich dies geregelt, standen wir vor der Tatsache, dass wir mindestens noch weitere 6 Monate in diesem Haus verbringen müssen, weil jemand, der es sich im Frühling zweimal ansah, ein Angebot machte….unter der Bedingung, dass sie in der ersten Woche im Oktober drin sein könnten! Upps! Unser kleines Stadthaus 5 Meilen entfernt, dass wir langsam in Ordnung bringen wollten, wurde noch gar nicht angefangen!

Also, den Gürtel enger schnallen, Militärische Planung, Truppen sammeln und versuchen in genau 4 Wochen nach dem Unterzeichnen der Verträge raus zu sein. Die Möbelpacker für das Haus waren absolut brillant organisiert, freundlich und nahmen sich Zeit, um mich vor einem kompletten Zusammenbruch zu bewahren!!! ABER, wir mussten auch das Studio (Fachmänner brauchen das), mein Büro und all den Krimskrams, den wir über 40 Jahre sammelten, mitnehmen…. sowie Alexander`s 12 Jahre lang gesammelte Kunstwerke.

Als das Haus bis zur Woche vor Weihnachten noch nicht fertig war, hatte ich Teams, die mir halfen, unser Nebengebäude zu räumen, das einmal eine Schulturnhalle war und die feuchte ungenutzte Oma-Wohnung auf der Rückseite mit zwei Duschräumen. Glücklicherweise hatte ich eine preiswerte und freundliche kleine Küche hinein gestellt, gleich als wir das Grundstück kauften. Aber ich sage Euch, dass der eigentlich Umzug an diesem Tag das Verlegen der Teppichböden war. Wohl oder übel und Betten wurden von einem Raum in den anderen geschoben und Roger, weg in Deutschland, es war das erste Mal, dass ich ernsthaft daran dachte, mir die Haare auszureißen. Um 19.00 an diesem Abend, als alle Möbelpacker gegangen waren, versuchte ich die Hunde ins Auto zu locken, um sie in ihr neues Zuhause zu bringen. Ich hatte sie absichtlich zurück gelassen, so dass keine Fremden mehr da waren, die sie ausflippen lassen (sie hassen Autos).

Nun muss ich Euch sagen, dass Boris und Titch, beide über 29 kg wiegen, meine Arme brachen beinahe ab und sobald ich einen drinnen hatte, mich umdrehte, um den anderen zu holen, war der erste wieder heraus gesprungen!!! Nach einer schmerzlichen halben Stunde für sie und für mich, nahm ich mein Handy, um Hilfe zu holen! Ich hob einen hinein, während jemand ihn am Genick packte und fest hielt, bei fast geschlossener Heckklappe, packte ich dann den nächsten, ein anderer Helfer hob die Klappe schnell an, während ich mit der 29 kg schweren Bulldoge kämpfte!

Die nächste Herausforderung war unsere kleine Katze Winnie. Sie hinüber zu bringen war kein Problem, aber sie im Haus zu behalten, um sie daran zu gewöhnen und mit der ganz anderen und neuen Umgebung vertraut zu machen, war eine andere Sachen. Ich behielt sie zwei Wochen in meinem Blumentopf-Schuppen im Garten und dann hielten wir die Luft an und ließen sie schließlich heraus. Ich war fest davon überzeugt, dass wir sie zum letzten Mal sahen und dass sie sich auf den Weg zurück in das alte Haus machen würde. Aber nein! In dieser Nacht war ein Scharren am Schlafzimmerfenster, gefolgt von einem sehr klagenden Miau, dann riesiges Schnurren und sie machte es sich mit einem zufriedenem Gesicht auf dem Bett bequem!

Also, bei dem Punkt, wo ich sagte, wir leben in einer Oma-Wohnung umgeben von unseren Umzugskartons und was ich Euch vorher nicht erzählte habe (weil wir kein schlechtes Karma herausfordern wollten) wir werden wieder Großeltern! Jessica und James erwarten ein Baby, ein kleines Mädchen, in der ersten Woche im März. Sie fanden ein kleines Haus in London, aber James wurde mit einem neuen Dokumentarfilm in „gefährlichen“ Teilen der Welt für mehrere Wochen beauftragt, so nebenbei hetzte ich noch zweimal für ein paar Tage nach Frankreich, um dort nach den Bauarbeitern zu sehen, ich machte auch zwei Reisen nach dem Vereinigten Königreich. Die erste Erfahrung in meinem Leben war mit Jessica, zusammen mit Emily (Mädchen miteinander) bei ihrem Halbzeit-Ultraschall und durch das Wunder der neuen Technologie, die erste DVD unserer Enkelin zu sehen, die an ihrem Daumen lutscht, lächelt und mit allen zehn Zehen wackelt. Ich hatte einen Kloß im Hals! Wir waren alle den Freudentränen nahe. Ich hetzte zurück nach Irland, um sechs Tage später wieder zurück zu fliegen und Jessica zu helfen! Um es so auszudrücken….ich möchte für längere Zeit keine Umzugskartons oder Flughafenhalle sehen (ganz zu schweigen von den entsetzlichen Sicherheitsmaßnahmen überall) für längere Zeit!

Mittendrin versuchte Roger zu schreiben, beaufsichtigte verschiedene Arbeiter und suchte dekoratives Material für das neue Haus aus. Sobald ich zurück war, flitzte er los nach Deutschland, zu Schlussentscheidungen für den Konzert-Inhalt, mit Michael Hagel.

Es sieht wirklich so aus, als habe Roger dieses überwältigende Chaos völlig genossen….und gelernt, alle Sorten von Mahlzeiten zu kochen und in vielen Dingen bewiesen, dass ich beinahe überflüssig bin.

Upps.

Abgesehen vom Herunterkommen der neuen Decke (hochkommen aller neu verlegten Bodenbretter, auf Grund undichter Wasserrohre) waren wir zuversichtlich, dass wir bis zum 20. im Haus sein würden, falls die Schar von Elektriker, Tischler, Gipser und Maler den Zeitplan einhalten (wir hoffen sehr) abgesehen von den drei Schlafzimmern, Badezimmern und Küche….muss all das Restliche aufgeräumt, Teppiche verlegt und Sofas etc. platziert werden, aber nicht dauerhaft, nur solange, bis im Neuen Jahr Teppichböden verlegt werden können. Ich habe sogar einen Baum bestellt, welchen wir zusammen am 22. schmücken werden. So wünschen wir uns Glück für unser staubbedecktes Weihnachten. Ich denke wirklich, dass es ein „Gekicher“ geben wird, wie es überhaupt noch keines in der Art gab.

Bis zu der Woche probte Roger ruhig und Jan kam vorbei, kümmerte sich um die Bühnenausstattung und die enorme Menge technischer Kunststücke, die bei der Tour im Januar über uns hereinbricht. Ich hoffe wirklich, wenn ich dies hinter mich gebracht habe, dass ich in der Lage bin, bei Gelegenheit mich mit ihm zu treffen, falls ich einen „Babysitter“ für Boris und Titch (und Winnie) finden kann. Die ganze Zeit warte ich auf einen Anruf von James, um nach dem Vereinigten Königreich zu sausen und irgendwie bei dem neuen Baby zu helfen und versuchen, mich nicht einzumischen – der Fluch aller Großmütter, die aus eigener Erfahrung „alles wissen“. Ich werde viele Male zu mir selbst sagen „halte Deinen Mund Natalie“, da bin ich mir sicher!

Roger fliegt in der ersten Januarwoche ab und wenn er Anfang Februar zurückkommt, sollte das Haus schließlich Gestalt angenommen haben, abgesehen von der Bibliothek, welche bis Ende März fertig sein soll und ich werde einiges im Garten machen, welcher ein totales Chaos ist…..aber ich habe mein Gewächshaus, dort werde ich während des schrecklichen Winterwetters beginnen, meine Sämlinge für den Frühling zu setzen.

Ich habe keine Neuigkeiten für ein neues Album im Moment, aber ich werde Euch sofort informieren, wenn es der Fall sein sollte, dass Roger nach der Deutschland-Tour eine Vereinbarung trifft, er ist weit davon entfernt, sich wieder „zurückzuhalten“ und wird nie wieder nie sagen, obwohl ich ehrlich nicht denke, dass er in Zukunft eine Tournee mit so vielen Terminen machen wird! Wir hoffen, seinen 71. Geburtstag in Deutschland zu feiern und denn zu dem Zeitpunkt haben noch drei weitere Konzerte am Ende des Terminplanes gestanden. Die Einzelheiten werden auf der Webseite unter „Konzerte“ veröffentlicht. Die Konzerte sind am 20. März in Cottbus, 21. März in Chemnitz und am 22. März in Dresden.

Nochmals vielen Dank Vicky, Rory und Jesse für all ihre harte Arbeit an der Webseite und jetzt bleibt mir nur noch Euch allen ein glückliches, gesundes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr zu wünschen….oder um politisch korrekt zu sein „Glückliche Ferien“.

Alles Liebe von Roger und mir selbst
Natalie.

Übersetzung durch Silvia Reisinger. – Vielen Dank!

© copyright 2006 Tembo Productions North America, Inc.

 
     
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