Ein netter älterer Herr und seine „Schmusemuse"
 
     
  Er ist einer der professionellsten Schmusemusiker Europas und seine meist älteren Fans lieben ihn: Roger Whittaker trat am Mittwoch in der Campushalle auf.
Flensburg / Till H. Lorenz

"Alles Roger!", hieß es am Mittwochabend in der Campushalle und Elsbeth, Elfriede und Gudrun stimmten ins rhythmische Klatschen der Menge mit ein, die ihrem Idol und Liebling huldigte. Nach einer zweijährigen Pause hatte sich Weltstar Roger Whittaker im Rahmen seiner „Mehr denn je"-Tour in den hohen Norden verirrt. Mochte vieles an diesem Abend auch neu sein für das routinierte Urgestein der weichen Laute, so waren seine Fans doch ganz die vertrauten geblieben.

Presse Foto: Dewanger
Der Meister überragt sich selbst: Roger Whittaker und sein Bild in der Campushalle.

Meine Familie, mein Haus, meine Musik - so präsentierte sich der Erfinder von über 500 Herz-Schmerz-Songs mit perfektem Netten Onkel-Image. Sei es die Renovierung des neuen Hauses, die Geburt seiner Enkelkinder, an allen Ereignissen seines Lebens ließ der Musiker seine Fans teilhaben - und diese dankten es ihm. „Ich kenne ihn noch von früher, hatte bisher aber nie Zeit für einen Konzertbesuch", freute sich Louise Hedwig Rohling über den Auftritt des Schmusebarden, der im dänischen Raum vor allem als Folksänger bekannt ist.

Im Gepäck hatte der in Kenia geborene Whittaker all die Stücke, die Elfriede und ihre Freundinnen schon lange ken nen und lieben. Bereits zum Anfang des Konzertes rief der 67-jährige der Menge das Motto zu, unter dem der Abend stehen sollte: „Wir wollen keinen Rock'n'Roll! Wir wollen Schmusemuse!!" Musik, fünf Videoleinwände und eine Liveband, die sich aus internationalen Spitzenmusikern zusammensetzte, halfen kräftig mit, diesen Wunsch des Schmuseopas nach Liebe und Frieden zu erfüllen.

War die erste Hälfte des Konzertes noch eher von der nordisch zurückhaltenden Mentalität des Publikums geprägt, so wurde mit „Sieben fahre, sieben Meere", „Oh Maria" und „Eloisa" Whittakers „greatest Hits"-Feuerwerk entzündet, das mit einem einstimmig mitgesungenen „Ein bisschen Aroma" auf das Ende der zweistündigen Show führte.

„Eine tolle Leistung", bekundete Sonja Möller nach dem Konzert und freute sich mit den anderen Besuchern, einen schönen Abend mit Roger verlebt zu haben. Und von irgendwoher erklang aus den Lautsprechern noch die Stimme von „good old Frankie Boy" Sinatra, des grossen Entertainers - wie Whittaker für seine Fans doch auch schon längst einer ist.
(Vielen Dank an Lars und Cornelia Hockerup für die Zusendung des Artikels.)
 
     
 
Flensburger Nachrichten 30.05.2003  
 
     
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