Mit Gefühl und Hits
 
     
  Roger Whittaker begeisterte Freitag in der Rostocker Stadthalle

Roger Whittaker begeisterte Freitagabend seine Fans in der ausverkauften Stadthalle (foto: Aschkowski) Roger Whittaker begeistert in der ausverkauften Stadthalle. Fot:Aschkowski
Leichtes Verkehrs- und Parkplatzchaos Freitagabend in der Südstadt bedeutete: Die leichte Muse hatte zugeschlagen. In Gestalt des über die Jahre in Deutschland angesagtesten Kenianers - Roger Whittaker. Er schaffte es erneut spielend, für eine ausverkaufte Stadthalle mit 3500 Zuschauern zu sorgen. Mit Percussionist Robby Smith lieferte er sich ein Calypso-Duell, spielte selbst Gitarre und ein von ihm „sprechende Trommel" genanntes Instrument. Glänzte mit dem durch Harry Belafonte bekannt gewordenen „Bananaboat Song" ebenso wie mit einem Lied in Suaheli und der aktuellen Ballade „So viele tausend Seelen", die er als Augenzeuge den Tsunami-Opfern widmete.

Wer 40 Jahre glücklich verheiratet ist und seit Jahrzehnten Erfolge feiert, dem sei es vergönnt, einen Musikblock seiner irischen Frau Nathalie (u. a. „Du bist mein Traum") zu widmen und dem Zuschauer via Fotoeinblendung Familienaufnahmen und gar das Hochzeitsbild vorzuführen. Eine rührende Geste mit der richtigen Prise Gefühl.

Die echten Schlagerfans unter den Whittaker-Anhängern mussten da jedoch erst durch, um nach der Pause mit den immergrünen Hits des Entertainers beglückt zu werden. Ob „Eloisa", „Wenn es dich noch gibt" oder „Albany" - sie alle fehlten nicht. Ebensowenig wie die deutsche Fassung seines internationalen Erfolgs „The Last Farewell" sowie das Original seines Hits, der für ihn in Deutschland zum Durchbruch wurde: „River Lady".

Humor und Können brachte er mit seiner Interpretation von „If I Was A Rich Man" ein und ließ auch den „Mexican Whistler" nicht aus. Überhaupt pfiff der Sänger, der vor Jahren das Wort „Abschied" neu erfand („Scharfes Schwert"), gern zwischen den Strophen, um für die nötige Auflockerung zu sorgen.

Begleitet von einer souveränen Band lieferte er einen abwechslungsreichen Abend, der lediglich etwas gewöhnungsbedürftig war, was seine übertriebene deutsche Aussprache betraf, mit der er nicht den sprachlichen Feinschliff seiner Studioproduktionen erreichte. Ihm zur Seite zwei englischsprachige Sängerinnen (Kirstin Campbell und Jane Comerford, letztere bekannt als Coach der „Farne Academy"), die jedoch gekonnt vieles glätteten.

Die Schlager- und Pop-Vielfalt des fast 70-jährigen Grandsigneurs der leichten Muse ließen die Fans nach der Pause in totale Hochstimmung geraten.
„Wieder zurück" sang er zu Beginn, nachdem er den NNN vor zwei Jahren im Interview erklärt hatte, lieber zu Hause im Garten helfen zu wollen. „Bis bald, Rostock" verabschiedete er sich. Was hoffen lässt, dass seine gärtnerische Kreativpause nur ein verlängerter Kenia-Urlaub war.

Bert Aschkowski

NNN - Norddeutsche Neueste Nachrichten (Rostock), 25.04.2005.

Artikel wurde zugesandt von Katrin Steffen. Vielen Dank!

 
     
 
NNN - Norddeutsche Neueste Nachrichten (Rostock)  
 
     
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