ROGER WHITTAKER STARTET TOUR IN HOF
 
     
  Auge in Auge mit dem Schwarm

Roger Whittaker beim Tourneeauftakt in HofVON KERSTIN STARKE

Am Dienstag startete Roger Whittaker vor 1800 Fans in der Freiheitshalle Hof seine Tournee; ihr Titel ist Programm: Der Sänger sagt „Dankeschön“ für über 30 Jahre währende Bewunderung und Treue. Es wurde ein großer Erfolg.

HOF – Martina, Carola und Gudrun strahlen um die Wette. Die drei sympathischen Frauen aus Oelsnitz sitzen in der zweiten Reihe – die Karten haben sie sich schon vor fast einem Jahr gesichert – und freuen sich, ihren Schwarm wieder einmal live zu sehen. Seit fast 40 Jahren, schätzen sie, sind sie Fans von Roger Whittaker. „Das ist überhaupt das Beste, ihn so hautnah zu sehen – mit Augenkontakt.“ Und den bekommen sie, gleich von Anfang an, denn bevor der in Kenia geborene britische Sänger die Bühne betritt, begrüßt er einige Fans in den ersten Reihen persönlich. Man spürt: Hier treffen sich alte Freunde.

Eine Welle der Sympathie schlägt ihm entgegen, von Zuschauern, die zum Teil auch eine weite Anreise nicht gescheut haben: aus Rheinland-Pfalz, Coburg und Kronach sind sie in Bussen zum Tour-Start nach Hof gekommen; aus Stuttgart, Weiden, Tirschenreuth, natürlich Hof, aus Wunsiedel und noch mehr aus dem Vogtlandkreis, wie die Autokennzeichen auf dem überfüllten Parkplatz verraten, sind sie angereist. Alle wollen ihren Star, der am 22. März 71 Jahre alt wird, live sehen.

„Er hat immer noch unheimlich Power.“ Bewunderung spricht aus Martina: „Wie der pfeifen kann! Manche seiner Lieder sind schon richtige Oldies.“ Neben ihr sitzt Carola, wie Gudrun eine ehemalige Kollegin von Martina. Carola hat einen in Gelb gehaltenen Blumenstrauß auf den Knien und wartet auf eine günstige Gelegenheit, ihn zu überreichen: „Wenn ein schönes Lied kommt, dann kriegt er die Blumen.“

Schön, weil anders, sind die Lieder, mit denen Roger Whittaker auf Tour geht, vor allem vor der Pause; aber wohl noch nicht so bekannt, denn die Reaktionen sind ein bisschen verhalten. Noch. Dabei sind gerade die Songs, mit denen der Musiker zu seinen kenianischen Wurzeln zurückgeht, etwas ganz Besonderes. Sein Pfeifen, für das er spätestens seit „Mexican Whistler“ bekannt ist, und die über Leinwände eingespielten Filme von afrikanischen Tieren runden diesen exotischen Aspekt des Konzertes ab. Sein Publikum lehrt er sogar ein Wort in Kisuaheli: „Sawa-Sawa – Alles in Ordnung.“

„Und nun all die Hits, die Sie kennen und lieben“, kündigt Whittaker nach der Pause an – und wird mit jubelndem Beifall belohnt, der von Lied zu Lied stärker wird. „Albany“, „River Lady“, „Wenn es dich noch gibt“, „Eloisa“ – das sind die Lieder, auf die das Publikum gewartet hat. In fast zweieinhalb Stunden samt Zugabe beweist Roger Whittaker Konzert-Kondition, unterstützt von fünf Musikern und zwei Sängerinnen.

Bei „The last Farewell“ endlich schlägt die Stunde von Carola: Jetzt reicht sie – Aug’ in Aug’ mit ihrem Star – die Blumen auf die Bühne. Für sie und all die anderen begeisterten Fans hat Roger Whittaker immer wieder ein strahlendes „Dankescheen“. Völlig hingerissen von den Hits und den afrikanischen Liedern überlegen sich Martina, Carola und Gudrun schon, was sie ihrem Roger das nächste Mal schenken könnten: „Vielleicht einen kleinen Löwen aus Plüsch.“

Der hautnahe Kontakt mit den Fans wie am Dienstag in Hof – das macht das Besondere einer Tournee für Roger Whittaker aus FOTO: IGOR PASTIEROVIC

 
     
 
frankenpost - 18.01.2007  
 
     
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