Eingängig wie seit Jahrzehnten
 
     
 

70 Jahre und kein bisschen leise: Roger Whittaker begeisterte 2400 Fans

Mit Oldies und neuen Liedern begeisterte Roger Whittaker gestern Abend seine Fans in der Esperantohalle. Foto: Ralph LeupoldGrosses Foto hier!
Von Folker Nies
FULDA Der Titel der Tournee ist Programm: Roger Whittaker sagt „Dankeschön“ für die mehr als 30 Jahre währende Treue seiner Fans. Den Dank des Briten gaben 2400 seiner Anhänger gestern Abend in der Esperantohalle mit lang anhaltendem Beifall an den Meister zurück. Bevor der Grandseigneur des deutschen Schlagers die Bühne betritt, begrüßt er Fans in der ersten Reihe mit Handschlag. Man spürt: Hier treffen sich alte, besser: langjährige, Freunde. Mag der Mann mit dem grauen Bart auch 70 Jahre alt sein und schon etwas langsamer gehen – auf der Bühne wirkt er nicht betagt, sondern frisch. Seine tiefe Stimme, unterstützt von fünf Musikern und zwei Sängerinnen, klingt so schön, sanft und eingängig wie seit Jahrzehnten. Seit der ersten Platte 1960 hat er weltweit 56 Millionen Tonträger verkauft, davon zehn Millionen in Deutschland.

Sein zweites Lied heißt „Alles Roger“. Zu diesem Zeitpunkt ist die Abmischung allerdings noch alles andere als „Roger“ im Sinne von klar. Nur mit Mühe kann sich Whittaker gegen die viel zu laute Band durchsetzen. Meisterhaft allerdings sein Pfeifen und vor allem die wunderschönen, zärtlichen Duette „Ein schöner Tag mit Dir“ und „Nur wir zwei“ mit den Background-Sängerinnen.

Vor der Pause sind die Reaktionen der Fans noch verhalten. Der in Nairobi geborene Sänger präsentiert keine Ohrwürmer, sondern unbekannte Lieder, mit denen er an seine kenianischen Wurzeln erinnert. Dazu werden auf Leinwänden über der Bühne Bilder afrikanischer Tiere eingespielt. Sein Publikum lehrt er ein Wort in Kisuaheli: „Sawa-Sawa – Alles in Ordnung.“

„Und nun all die Hits, die Sie kennen und lieben“, kündigt Whittaker nach der Pause an – und erhält jubelnden Beifall, der von Lied zu Lied stärker wird. „Albany“, „River Lady“, „Wenn es dich noch gibt“, „Eloisa“ – das sind die Lieder, auf die Zuhörer warten. In fast zweieinhalb Stunden samt Zugabe beweist Roger Whittaker Kondition.

Nach „The Last Farewell“ nimmt Whittaker langsam Abschied – nur für diesen Abend, nicht für immer, denn der Schlagersänger befindet sich nicht auf Abschiedstournee. Er winkt ins Publikum und ruft „Dankescheen“.

24.01.2007 Fuldaer Zeitung

 
     
 
[Fuldaer Zeitung]  
 
     
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