"Schluss mit dem Leben im Hotel"
 
     
  "Schluss mit dem Leben im Hotel"

Roger Whittaker und sein leichtes GepäckRoger beim check inRoger Whittaker ordnet sein Leben neu

Sie sehen irgendwie alle gleich aus, die Hotelzimmer dieser Welt. Selbst wenn sie noch so luxuriös oder gemütlich eingerichtet sind - richtig zuhause fühlt man sich nie. Davon kann Roger Whittaker (63) ein Lied singen.Der Weltstar , der 250 Mal Silber-, Gold- oder Platin-Auszeichnungen einheimste, reist von einer Stadt in die nächste, steigt in Hotels ab und tritt in Konzerthallen auf. "Ich bin nicht mehr als 30 Prozent meiner Zeit zu Hause", stellt der Brite fest. "Das möchte ich gerne ändern." Verständlich! Denn er hat eigentlich alles, was man sich wünschen kann: Eine liebevolle Ehefrau, fünf erwachsene Kinder, süße Enkel und reichlich Geld. Nur kann er nichts davon richtig genießen.Deshalb fasste Roger Whittaker den entgültigen Entschluss, sein Leben neu zu ordnen.

Roger bei seiner Arbeit im Hotelzimmer Seine schlossähnliche Villa in England steht für sage und schreibe 7,5 Millionen Mark zum Verkauf! Allein eines seiner Bilder , die im Auktionshaus Sotheby's versteigert wurden, brachten ihm 300.000 Mark. Nicht, dass er das Geld dringend bräuchte. "Ich will nur alles regeln, solange ich noch Zeit habe", erklärt der Schmusesänger. "Es sind nur 7 Jahre, bis ich 70 werde. Das ist das Alter, bei dem Gott sagt, dass du sterben solltest. Technisch gesehen jedenfalls."
Außerdem möchte er, dass seine Kinder Emily, Lauren, Jessica, Guy und Alexander schon jetzt von seinem Wohlstand profitieren können. "Dann müssen sie später keine Erbschaftssteuer zahlen", sagte Roger Whittaker. "Die liegt in England bei 40 Prozent. Das ist eine Menge. Wenn du dein Geld hart erarbeitest hast, willst du, dass deine Kinder alles ."
Die alte englische Tradition - Tea Time Da die Kinder bereits alle das Haus verlassen haben - zuletzt der 21jährige Alexander - ist ihm und seiner Frau das Anwesen vor den Toren Londons einfach zu geworden. "Die fünf kommen mit ihren Familien oder Freunden oft zu Besuch", freut sich der Sänger. "Aber das Haus macht einfach zu viel Arbeit. Wir brauchen zwei Gärtner, jeden Tag eine Haushaltshilfe. Das ist das absolute Minimum an Personal. Und jeden Tag müssen Entscheidungen getroffen werden. Ich bin einfach zu müde. Noch haben wir aber keinen Käufer gefunden. Wenn es keiner will, bleiben wir eben." Ansonsten stehen ihm noch seine Villen in Florida und auf der Karibik-Insel Jamaica zur freien Verfügung. Aber auch dort ist er wegen seiner vielen Auftritte und Tourneen selten.
"Wenn ich unterwegs bin, telefoniere ich ständig mit meiner Frau", gesteht Roger Whittaker lachend. "Ich bin ein Familienmensch, vermisse Natalie und die Kinder. Und Natalie begleitet mich nur auf Reisen, wenn es eine Stadt ist, die ihr gefällt und wir dort ein paar Tage bleiben können."
Um nicht so oft von seiner Frau getrennt sein zu müssen, will Roger Whittaker auch beruflich kürzer treten: "Ich möchte nicht mehr als 30 Prozent zu Hause sonder 30 Prozent unterwegs sein."

 
     
 
Woche der Frau - Heft 04/2000  
 
     
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